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Einen richtigen gemütlichen Ofen im Wohnzimmer

 

 

 

 

 

Sie spielen mit dem Gedanken oder haben sich sogar schon entschieden, sich ein gemütliches Feuer, in der Form eines Kamin oder Kachelofens, in Ihre „gute Stube“ zu holen. Bevor Sie einen Ofen kaufen oder sogar schon aufstellen, sollten Sie folgende Hinweise beachten. Sicher haben Sie schon bemerkt, dass es eine Vielzahl von verschiedenen Kamin-, Kachelöfen und ähnlichen Feuerstätten gibt. Bei Ihrer Wahl sollte nicht nur Aussehen und Preis den Kauf entscheiden, sondern auch die passende Heizleistung und der Brennstoffverbrauch. Als grobe Richtig für die Heizleistung des Ofens gilt - pro 10 m² Wohnfläche 1 kW. Hier sollten Sie sich von einem Fachmann beraten lassen.

 

Eine Feuerstätte braucht zur Verbrennung des Brennstoffes genügend Sauerstoff.

 

Den Sauerstoff bzw. die Verbrennungsluft entnimmt sie in der Regel dem Aufstellraum. Durch dichte Fenster und Türen, oder durch Lüftungsanlagen und Dunstabzugshauben

kann es passieren, dass nicht genügend Verbrennungsluft zur Verfügung steht. Unter Umständen kann es zu einem Sauerstoffmangel oder gar zu einem lebensgefährlichen

Abgasaustritt kommen. Ihr Schornsteinfeger kann Ihnen sagen, wie die Verbrennungsluft- Versorgung der neuen Feuerstätte gestaltet werden kann.

 

Auch der richtige Aufstellort für den neuen Ofen will bedacht sein. In Treppenräumen von Mehrfamilienhäusern, notwendigen Fluren und Garagen dürfen zum Beispiel keine Feuerstätten aufgestellt werden.

Das Verbindungsstück bzw. Rauchrohr zwischen Ofen und Schornstein sollte nicht zu lang sein. Es muss auch die passende Größe und Stärke haben, sowie aus dem richtigen Material bestehen. Um hier sicher zugehen, sollten Sie sich von einem Fachverkäufer oder Schornsteinfeger beraten lassen.

 

 

 

Ein ausreichender Abstand (siehe Bild) von mindestens 40 cm zwischen Feuerstätte, sowie Rauchrohr und brennbaren Teilen (Holzbalken, Vertäfelungen, Möbeln usw.)

muss auf alle Fälle eingehalten werden.

 

Unterhalb des Ofens ist ein eventuell vorhandener brennbarer Fußboden mit einem ausreichend großem nicht brennbarem Belag (Blech, Fliesen o.ä.; min. Größe siehe

Bild) zu schützen. Diesen Belag sollten Sie großzügig genug gestalten, damit Kaminbesteck und Brennstoffkorb Ihren Fußboden nicht beschädigen.

 

Als Brennstoff eignet sich am besten gut abgelagertes unbehandeltes Naturholz.

Denn Holz ist ein nachwachsender und umweltfreundlicher Brennstoff. Forstverwaltungen, Waldbesitzer und einige Tischlereien und Sägewerke bieten preisgünstig Brennholz

an; und wenn Sie wollen, wird es sogar stapelfertig und gehackt geliefert.

In der Bedienungsanleitung der Feuerstätte können Sie nachlesen, welchen Brennstoff und in welcher Güte, Größe und Menge Sie verheizen dürfen. Halten Sie sich bitte an die Angaben des Feuerstättenherstellers, sonst kann es möglicherweise zu Problemen bei der Verbrennung kommen, wie z.B. starkes Rußen und Rauchbelästigungen. Auf keinem Fall sollten Sie den Ofen zu stark drosseln: Ruß- und Teerablagerungen im Ofen, Schornstein und gegebenenfalls an der Sichtscheibe sind dann die Folge.

 

Benutzen Sie Ihre Feuerstätte nie als Müllverbrennungsanlage.

 

Spanplatten, Papier oder gar Kunststoffe gehören in die Müll oder Wertstofftonne.

 

Zu einem richtigen Ofen gehört auch ein passender Schornstein.

 

Hier sollten Sie auf jeden Fall Ihren Schornsteinfeger um Rat fragen, welcher der richtige oder geeignete Schornstein ist. Größe, Zustand und eventuell schon vorhandene Feuerstätten

müssen dabei beachtet werden. Den Anschluss der neuen Feuerstätte und nötigenfalls Ausbesserungsarbeiten am Schornstein sollten Sie Fachleuten überlassen.

 

Nach Abschluss der Arbeiten informieren Sie bitte ihren/ihre Bezirksschornsteinfegermeister/-meisterin,

damit er die notwendige Begutachtung für die neue Feuerstätte und den Schornstein durchführen kann. Mit der Bescheinigung über die Tauglichkeit können Sie dann den neuen

Ofen ohne Bedenken benutzen. Natürlich gehört dazu auch eine regelmäßige Reinigung des Schornsteines durch den Schornsteinfeger. Er kann Ihnen gegebenenfalls auch weitere Tipps und Ratschläge zum Betrieb der Feuerstätte geben.